| Der Heimatkalender
füllt eine seit Jahrzehnten bestehende Lücke in der Heimatgeschichtsliteratur
unserer Region. Für den Altkreis Königs Wusterhausen existierte keine Publikation
dieser Art. Ganz anders verhält es sich für die benachbarten Altkreise Zossen,
Luckau und Beeskow, die in dieser Beziehung auf eine lange Tradition zurückblicken
können. Der einzige Versuch einen Heimatkalender für Königs Wusterhausen
zu etablieren wurde von Dr. Karl Hohmann (†) aus Eichwalde im Jahr 1959
mit der Herausgabe des Heftes „Rund um den Funkerberg“ unternommen. Leider
blieb es bei dieser Einzelveröffentlichung. Nach Gründung des Heimatvereins
Königs Wusterhausen 1990 e.V. erhob sich immer dringlicher die Frage nach
einer heimatgeschichtlichen Publikation. Mit dem Jahr 1994 beschloss der
Heimatverein die Initiative zu ergreifen und lud Ortschronisten der einzelnen
Gemeinden und Autoren heimatgeschichtlicher Literatur zu einem konzeptionellen
Gespräch ein. Von allen wurde einheitlich der Wunsch nach einem Heimatkalender
bekräftigt; mit der Maßgabe, eine gemeinschaftliche Publikationsmöglichkeit
zu schaffen und den Einzelautoren die Grundlage zu geben, über ihre oftmals
Jahrzehnte lange Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Heimat- und Ortsgeschichte
zu berichten. Angeregt von den Initiatoren wurde beschlossen, dem Kalender
einen regionalen Charakter zu geben, um das gesamte Gebiet des Altkreises
Königs Wusterhausen einzubeziehen. Damit war auch der Titel für unsere Veröffentlichungsreihe
gegeben: „Heimatkalender Königs Wusterhausen und Dahmeland“. Um dieses Vorhaben
zu verwirklichen, bildete sich aus dem Heimatverein - als Herausgeber -
eine Redaktionsgruppe. Die Anfangskonzeption sah vor, dem Kalender eine
thematische Ausrichtung zu geben und 50 % des Umfanges dem jeweiligen Hauptthema
vorzubehalten. Im zweiten Teil behandeln die Autoren Themen von allgemeinem
heimatgeschichtlichen Charakter wie Ortsgeschichte und -entwicklung, Natur,
Kirchen, Sagen, Mundart, Vereine usw. Eingeleitet wird jede Ausgabe von
einem Kalendarium verbunden jeweils mit einer Bildseite und Begleittext,
bezugnehmend auf das Hauptthema der Ausgabe. Der Umfang der einzelnen Artikel
wurde von vornherein begrenzt, um möglichst vielen Autoren die Möglichkeit
zu geben sich einzubringen; somit war es möglich in jeder Ausgabe etwa 30
Beiträge zu berücksichtigen. Eine Auflistung der aktuellen Heimatvereine
und -museen beschließt den Textteil. Zu den Hauptthemen der einzelnen Ausgaben,
Auflagenhöhe, Umfang siehe abschließende Tabelle. Betreffs der graphischen
Gestaltung ist es gelungen den Zeichner und Grafiker Bernd Fischer, Zeuthen
zu gewinnen. Er gestaltet nicht nur das Titelblatt, auch für den Textteil
steuert er Zeichnungen und Grafiken bei. Dadurch konnte eine graphische
Kontinuität und ein äußeres Erscheinungsbild von hohem Wiedererkennungswert
geschaffen werden. Die Finanzierung wird vom Heimatverein über Anzeigen
im Kalender gewährleistet; erfolgt also ohne jegliche Fördermittel staatlicher
oder kommunaler Art. Alle Autoren und Mitarbeiter arbeiten bei der Erstellung
des Kalenders ehrenamtlich und honorarfrei. Der Vertrieb erfolgt in Eigenregie
des Heimatvereins. Die Einnahmen kommen einzig und allein dem Betrieb und
der Unterhaltung des vom Heimatverein erstellten und ehrenamtlich geleiteten
Heimatmuseums (seit 1996) Königs Wusterhausen zugute. |